„Kulturkampf“

Nach der Reichsgründung forciert Reichskanzler Bismarck (1815-1898) seine Bemühungen gegen den politischen Katholizismus (Zentrumspartei und katholische Kirche).

In den folgenden 15 Jahren werden verschiedene Maßnahmen wie die Schließung der katholischen Abteilung im preußischen Kultusministerium, das Reichsgesetz gegen die politische Inanspruchnahme eines geistlichen Amtes, das Verbot des Jesuitenordens (1872), die Sperrung staatlicher Zuschüsse an die katholische Kirche (1875) und die Absetzung der Bischöfe von Köln, Münster und Paderborn (1876) durch die preußische Regierung unternommen.

Der bedeutendste katholische Gegenspieler Bismarcks im Deutschen Reichstag ist der Politiker Ludwig Windthorst (1812-1891). Nach 1880 beruhigt sich der Konflikt und endet mit den Bismarck‘schen Friedensgesetzen 1886/87.

Bildinformation: Zwischen Berlin und Rom-Bismarck und Papst Pius IX. beim Schachspiel, karikatur aus „Kladderadatsch“, 1875, bpk