Marks-Haindorf‘sche Stiftung 

1825 gründen Elias Marks (1765-1854) und Alexander Haindorf (1784-1862) in Münster einen Verein zur Verbesserung des Bildungswesens und für die bürgerliche und staatsrechtliche Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung in Westfalen.

Es folgen verschiedene Maßnahmen, wie die Gründung von Schulen und die Einrichtung eines Lehrerseminares. Der Verein wird beispielhaft für die Synthese jüdischer Tradition mit preußischer Königstreue und deutschem Patriotismus. 1866 wird der Verein in eine Körperschaft öffentlichen Rechts umgewandelt und besteht auf diese Weise bis zur Auflösung durch das Nationalsozialistische Regime 1940.

Bildinformation: Heinrich Auling: Brustbild Alexander Haindorf (1782-1862), um 1840/50;  Kreidelithographie; LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster