Zusammenbruch „Altpreußens“ in den Napoleonischen Kriegen, Königreich Westphalen

Durch den Frieden von Tilsit (7. und 9. Juli 1807) verliert Preußen u.a. sämtliche westdeutsche Besitzungen.

Kaiser Napoleon (1769-1821) schafft durch Dekret am 18. August 1807 das Königreich Westphalen, als Satellitenstaat des französischen Kaiserreichs. Seinen jüngsten Bruder Jérôme (1784-1860) setzt er als in Kassel residierenden König ein. Seinen Schwager Joachim Murat (1767-1815) macht Napoleon zum Großherzog von Berg.

Zuvor wurde die preußische Armee in den Schlachten von Jena und Auerstedt im Oktober 1806 vernichtend geschlagen. Napoleon hatte den vierten Koalitionskrieg gegen Preußen und Russland gewonnen.

Bildinformation: Die Ankunft Friedrich Wilhelms III. am 26. Juni 1807 auf dem Memel-Floß, wo das Monarchentreffen stattfand. Am Tag zuvor hatten Napoleon und der Zar allein konferiert. Nun wird der preußische König von Napoleon, der die Rolle des Gastgebers übernimmt, in die Runde eingeführt. Er weist auf das Zelt, in das man sich gleich begeben wird. Über dem Kopf Napoleons (bzw. hinter dessen Rücken) halten Alexander und Friedrich Wilhelm Blickkontakt.