Administrative Vereinigung der Grafschaften Minden und Ravensberg

Bereits seit 1714 plant König Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) die Vereinigung der Grafschaften Minden und Ravensberg. 1719 führt er die beiden Territorien unter einer Regierung in Minden administrativ zusammen. Dies war ein Teil einer aufwendigen Umstrukturierung der gesamten Verwaltung aller Territorien.

Ziele sind die Erhöhung der Effizienz und die Steigerung der Steuereinnahmen, nicht zuletzt um damit die militärischen Vorhaben des sogenannten „Soldatenkönigs“ zu finanzieren. Um die Steuereinnahmen zu erhöhen, erhebt Friedrich Wilhelm I. 1719 acht kleine ostwestfälische Orte zur Stadt: Borgholzhausen, Bünde, Enger, Halle, (Preußisch) Oldendorf, Versmold, Vlotho und Werther. Diese Orte werden bis heute Akzisestädte (Akzise= staatliche Steuer) genannt. Die staatlichen Einnahmen stiegen beträchtlich, in Oldendorf beispielsweise von 505 Talern vor Einführung der Akzise auf 1.341 Taler.

 

 

Friedrich Wilhelm Weidemann: "Porträt König Friedrich Wilhelm I.", um 1701, Öl auf Leinwand, LWL-Preußenmuseum Minden