Kurfürst Friedrich III. krönt sich zum König in Preußen

Am 18. Januar 1701 krönt sich Friedrich III. (1657-1713) selbst zum König in Preußen, über das er nun als König Friedrich I. herrscht.

Er hatte zuvor durch finanzielle und militärische Unterstützung des Kaisers Leopold I. in den Türkenkriegen dessen Zustimmung zur Erhebung in den Königsstand erhalten. Diesen Titel darf er nur in dem nicht unmittelbar zum Heiligen Römischen Reich gehörigen Territorium des Herzogtums Preußen führen.

Da bis zu den polnischen Teilungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts weiterhin Teile Preußens der Lehnshoheit Polens unterliegen, sind die ersten Brandenburger Könige „in“ und erst Friedrich der Große König „von“ Preußen.

1701 legt König Friedrich I. hiermit den Grundstein zum Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht im 18. Jahrhundert. Der Name Preußen weitet sich auf alle Besitztümer aus.   

 

 

 

 

 

 

Friedrich Wilhelm Weidemann: "Staatsportrait Friedrich I. im originalen, trophäengeschmückten Schnitzrahmen", um 1700/1701, Öl auf Leinwand, LWL-Preußenmuseum Minden