„Tag von Potsdam“, Herrmann Göring wird zum preußischen Ministerpräsident

Die Reichstagseröffnung am 21. März 1933 wird nach dem Reichstagsbrand symbolträchtig in die Potsdamer Garnisonkirche verlegt, wo sie vor der Gruft Friedrichs des Großen und seines Vaters stattfindet.

Reichskanzler Adolf Hitler (1889-1945) gibt sich dabei bewusst bürgerlich und respektvoll gegenüber dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, dem Repräsentanten der alten, preußisch-monarchischen Tradition.

Der propagandistisch inszenierte Staatsakt leitet die schrittweise Machtergreifung und nationalsozialistische Durchdringung des Staates und seiner Behörden ein.

Nach dem Rücktritt von Papens wird Hermann Göring am 10. April 1933 zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt. Damit wird die Machtübernahme innerhalb des Staatsapparates auch personell umgesetzt.

 

Nationalsozialismus: Hermann Göring vor seiner Rede auf einer Kundgebung im lippischen Wahlkampf 1933: Fotograf nicht überliefert © LWL-Medienzentrum für Westfalen