„Preußenschlag“ und Absetzung der demokratischen Regierung des Freistaates Preußen

Der „Preußenschlag“ beendet 1932 die letzte wesentliche Regierungsbeteiligung der Sozialdemokratie in der Weimarer Republik. Reichpräsident Paul von Hindenburg (1847-1934) setzt die Regierung des Freistaates Preußen unter dem preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun (1872-1955) ab und macht Franz von Papen (1879-1969) zum neuen Reichskommissar.

Auf diese Weise wird der Freistaat Preußen der Reichsregierung unterstellt und dessen Eigenständigkeit beendet.

Der „Preußenschlag“ zerstört die Basis des demokratischen Systems im Freistaat Preußen und damit auch im gesamten Reich. Er fördert die Beseitigung demokratischer Strukturen durch antirepublikanische Kräfte. 

Bildinformation: Der preußische Ministerpräsident Otto Braun (r.) und sein Innenminister Carl Severing in Brauns Arbeitszimmer im Preußischen Staatsministerium, Foto Walter Israel, 1932, bpk