Ruhrbesetzung

Infolge des Versailler Vertrages kam es zur Besetzung des linken Rheinufers durch alliierte Truppen. Nachdem das Reich mit seinen hohen Reparationsleistungen in Rückstand gerät, werden die rechtsrheinischen Gebiete und das Ruhrgebiet zeitweilig vertragswidrig durch französische Truppen besetzt.

Dadurch werden die preußischen Westprovinzen zum nationalen Krisengebieten. Die Bevölkerung leistet geschlossen passiven Wiederstand gegen die Besatzer. Dies führt jedoch zu massiven Ernährungs- und Wirtschaftsproblemen in der gesamten Republik, sodass 1923 der Wiederstand aufgegeben wird.

Nach der Ruhrbesetzung entwickelt sich ein eigenständiges Landesbewusstsein in der Region.

 

Weimarer Republik, Ruhrbesetzung: Der Einmarsch der französischen Armee in Essen am 12. Januar 1923: Fotograf nicht überliefert © LWL-Medienzentrum für Westfalen