Reichswahlgesetz, Revolutionäre Unruhen

Im Jahr 1920 tritt die neue demokratische preußische Verfassung in Kraft. Sie beinhaltet unter anderem das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht auch für Frauen.

Innere Unruhen prägen die ersten Jahre der jungen Republik. Im März 1920 kommt es zu einem Aufstand von Arbeitern im Ruhrgebiet: Linksgerichtete Gruppierungen gründen sich als Reaktion auf den Kapp-Putsch und streben die politische Machtübernahme an. Die bürgerkriegsartigen Aufstände unter anderem in Wesel, Münster, Dortmund und Hamm werden durch Reichswehreinheiten blutig niedergeschlagen. Beispielhaft ist die so genannte „Schlacht von Pelkum“. Hier wird eine hohe Zahl von Arbeitern und Arbeitersamariterinnen im Kampf getötet oder standrechtlich erschossen.

Bildinformation: Freiwillige des „Freikorps Epp“ bei Dortmund, April 1920, Stadtarchiv Hamm