Ende der Monarchie

Mit der formellen Abdankung des deutschen Kaisers Wilhelm II. (1859-1941) und dem Thronverzicht des Kronprinzen (28. November/1. Dezember 1918) endet die preußische Monarchie. Der Freistaat Preußen wird zum größten Gliedstaat des Deutschen Reiches während der Weimarer Republik.

Kurz zuvor, am 9. November 1918, hatte Philipp Scheidemann in Berlin bereits die Republik ausgerufen. Die preußischen Verwaltungsstrukturen werden zunächst übernommen und ab 1920 durch Carl Severing (1875-1952) zielstrebig demokratisiert.

Arbeiter- und Soldatenräte bilden sich vorrübergehend nach Sowjetischem Vorbild: In den Räten der meisten Städte setzt sich der gemäßigte Kurs der Mehrheitssozialdemokratie durch.