Wiederaufbaustreit und anschließender Aufbau der Burg Altena

1909 feiert man die 300-jährige Zugehörigkeit der Grafschaft Mark zu Brandenburg-Preußen. Das wichtigste Ereignis ist der von den regionalen Eliten wenige Jahre zuvor angestoßene Wiederaufbau der Stammburg der mütterlichen Linie der Hohenzollerndynastie.

Vertreter der noch jungen Disziplin der Denkmalpflege verwehren sich gegen diese Pläne. Es folgt ein deutschlandweiter Disput der später eskaliert. Die Hauptvertreter beider Lager der Landrat Fritz Thomée (1862-1944) und Professor Hermann Ehrenberg (1858-1920) fordern sich zum Duell heraus. Dieses kommt letztlich nicht zustande und ein Machtwort Kaiser Wilhelms II. führt zum Wiederaufbau der Burg. Bis heute haben sich die Duellpistolen als Zeugnis des eskalierenden Disputs in der Burg Altena erhalten.

Bildinformation: „Schloss Altena in jetziger Gestalt und wiederhergestellt“; Georg Frentzen (1854-1923), gedruckte Federzeichnung aus dem Spendenaufruf „Zur Wiederherstellung des Schlosses Altena“; Archiv des Märkischen Kreises, Altena