Optische Telegrafenstation Oeynhausen

Optische Telegrafenstation Oeynhausen
Optische Telegrafenstation Oeynhausen
Optische Telegrafenstation Oeynhausen

Adresse

Heimatverein Oeynhausen e.V.

Klara Heinemann

Emmerkämpe 16, 33039 Nieheim

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Öffnungszeiten

an jedem letzten Sonntag von April bis September von 14 - 18 Uhr,

am Tag des offenen Denkmals von 11 - 18 Uhr, nach Vereinbarung

Preise

Eintritt frei

Essen und Trinken

Kaffee und Kuchen, Getränke

Von Bad Driburg auf der L 954 Richtung Nieheim, .ab Merlsheim über die L 755, Auffahrt zum Bilster Berg Drive Resort, vor der Schranke links über den Schotterweg zur Telegrafenstation,

Von der B 252 kommend in Nieheim auf der L755 Richtung Bad Driburg, Auffahrt zum Bilster Berg Drive Resort

Navi: Bad Driburg, Bilster Berg

Parkplätze direkt vor der Telegrafenstation

Station Nr. 32 – Oeynhausen – Königlich-preußische optische Telegrafenlinie Berlin - Koblenz. Die Telegrafenstation Oeynhausen ist die Station Nr. 32 der optischen Telegrafenlinie Berlin – Koblenz, die in den Jahren 1833 bis 1849 Berlin mit den preußischen Rheinlanden nachrichtentechnisch verband.

Die ca. 600 km lange Telegrafenlinie führte von Berlin über Magdeburg, an Braunschweig vorbei nach Höxter, Paderborn, Rüthen, Iserlohn, Köln, von dort über Siegburg nach Koblenz.

Neben den neu errichteten Stationshäusern nutzte man auch bestehende hohe Gebäude wie Schlosstürme und Kirchen.

Charakteristisches Merkmal einer Telegrafenstation war der hohe Mast mit drei weithin sichtbaren Doppelarmen. Mithilfe dieser sog. Indikatoren konnten rein rechnerisch 4096 Zeichen dargestellt werden. Übermittelt wurden Zahlen, Buchstaben, Silben, Wörter und ganze Sätze wie „Warum arbeitet die Linie nicht? oder „Nichts Neues!“

Bei „vorzüglicher“ Luft wurden 1,5 bis 2 Zeichen pro Minute an die nächste Station, die zwischen 7,5 und 15 km entfernt und zumeist auf Bergen lag, übermittelt; bei Nebel oder Regen musste der Betrieb jedoch eingestellt werden. Eine Depesche von 30 Worten gelangte in 1,5 Stunden von Berlin nach Koblenz, eine nachrichtentechnische Meisterleistung, wenn man bedenkt, wie lange ein reitender Bote für diese Strecke benötigte.

Nach nur 16 Jahren wurde der Betrieb der optischen Telegrafie eingestellt, weil die elektromagnetische Telegrafie erfunden war. Die Telegrafenhäuser wurden verkauft oder abgerissen.

Die Station Nr. 32 Oeynhausen wurde im Jahr 1850 auf dem Rathaus zu Nieheim "auf Abbruch" verkauft. Im Jahre 1978 legten Mitglieder des Heimatvereins Oeynhausen die Grundmauern der Station frei. Mit finanzieller Unterstützung des Westfälischen Amtes für Denkmalpflege in Münster begann der Wiederaufbau der Station, der 1984 beendet war.

Das wieder aufgebaute „Telegraphen-Etablissement“ Nr. 32 zeigt u. a. das Stationszimmer der preußischen Telegrafisten mit dem Stellapparat für die Indikatoren und die mit dem Preußenmuseum in Minden rekonstruierten historischen Uniformen.

Im unteren Turmzimmer befindet sich eine Ausstellung zur opt. Telegrafie und zur Geschichte Preußens in Westfalen (wird z. Z. überarbeitet).

Kontaktdaten zur Buchung von Veranstaltungs- und Vermittlungsangeboten

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