Museen Burg Altena

Museen Burg Altena

Über der Drahtzieherstadt Altena thront eine der schönsten Höhenburgen Deutschlands. Im 12. Jahrhundert gründeten die Grafen von Altena-Mark ihre Stammburg zum Schutz des regionalen Eisengewerbes. Nach wechselvoller Geschichte wurde die Burg Altena 1907 bis 1915 „wiederaufgebaut“.

Seit 1914 ist das Denkmal von nationaler Bedeutung Sitz der ersten ständigen Jugendherberge der Welt, seit 1915 auch des überregional bedeutenden Museums der Grafschaft Mark, das 1875 mit seinen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Schwerpunkten als älteste regionalgeschichtliche Sammlung Westfalens gegründet wurde. Im Jahr 2000 erhielt es eine neue, zeitgemäße Konzeption. Das Museum in Trägerschaft des Märkischen Kreises erzählt von der Geschichte des märkischen Sauerlandes.

1609 starb Herzog Johann Wilhelm. Über seine Nichte Anna kam die Grafschaft Mark zu Brandenburg. 1618, nach dem Tod ihres Vaters, folgte das für die Krönung der Brandenburger ausschlaggebende Herzogtum Preußen. Deshalb galt die Burg Altena als Stammsitz der mütterlichen Linie des preußischen Königshauses. Erste Wiederaufbaupläne unter Friedrich Wilhelm IV. scheiterten 1835. 1843-54 ließ er aber den Burgberg vom Königlichen Gartendirektor Maximilian Friedrich Weyhe und dessen Sohn zu einem Park umgestalten. Ab 1907 wurde deutschlandweit über den anlässlich der 300jährigen Zugehörigkeit der Grafschaft Mark zu Preußen geplanten „Wiederaufbau“ der Burg gestritten. Kaiser Wilhelm II. entschied den Disput zugunsten der „Burgenbauer“, die die Burg Altena zu einem preußischen Monument umbauten.

Anna von Preußen und Jülich-Kleve-Berg (1576-1625, seit 1594 verheiratet mit Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg), 17. Jh., Öl auf Leinwand
„Schloss Altena in jetziger Gestalt und wiederhergestellt“, Georg Frentzen (1854-1923), 1907, gedruckte Federzeichnung aus dem Spendenaufruf zum Wiederaufbau der Burg Altena

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Sauerland-Museum

Sauerland-Museum

Das Sauerland-Museum ist das Regionalmuseum für das ehemalige Herzogtum Westfalen, im Volksmund auch kurkölnisches Sauerland genannt. Der Altbau mit dem Landsberger Hof, einem ehemaligen Adelssitz, zeigt eine völlig neu konzipierte Dauerausstellung zur Geschichte und zum Leben der Menschen im kurkölnischen Sauerland.

Der Neubau mit drei Etagen für künftige wechselnde Sonderausstellungen wird im Herbst 2019 eröffnet. Im Neubau werden neben den Ausstellungen zusätzlich verschiedene andere kulturelle Veranstaltungen angeboten. Das Sauerland-Museum besitzt einen umfangreichen Sammlungsbestand zum ehemaligen Herzogtum Westfalen. Da diese Region 1816 zu Preußen kam, umfasst die Sammlung auch Exponate zur preußischen Geschichte. Hervorzuheben sind z.T. lebensgroße Porträts der Könige Friedrich Wilhelm III., Friedrich Wilhelm IV., Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich III. Erwähnenswert sind auch das Modell des klassizistischen Neumarkts sowie der Arbeitssessel von Ludwig Freiherr von Vincke.

Ein Audioguide führt in den Sprachen Deutsch, Englisch und Niederländisch durch die Ausstellung. Auch barrierefreie Führungen für Blinde und Sehgeschädigte, in deutscher Gebärdensprache und in leichter Sprache sind möglich.

Foyer im Altbau Landsberger Hof (©Sauerland-Museum)
Ausstellungbereich zur Stadt- und Regionalgeschichte (©Sauerland-Museum)

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Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH

Staatsbad Bad Oeynhausen

Von Peter Joseph Lennè 1847 geplanter Kurpark mit historischer Gebäudestruktur. Der Kurpark ist ganzjährig öffentlich zugänglich. Im Kaiserpalais befindet sich das GOP Varieté-Theater Bad Oeynhausen. Zudem finden die Besucher ein Theater im Kurpark sowie historische Badehäuser mit Rehaeinrichtungen und Medizinern.

Die historischen Gebäude sind zum Teil verpachtet. Sie sind ebenfalls für die Besichtigung geöffnet.

 

Luftaufnahme Kurpark Bad Oeynhausen (© Peter Hübbe)
Kurpark Bad Oeynhausen, im Hintergrund die neoklassizistische Trink- und Wandelhalle (© Ernst-Udo Hartmann)
ehemaliges Kurhaus von 1908 und heutiges Kaiserpalais mit GOP Varité-Theater ( © Ernst-Udo Hartmann)

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Historisches Museum Bielefeld

Historisches Museum Bielefeld

Der Standort und die Gebäude des Historischen Museums schlagen bereits eine Brücke zum Thema Preußen. Das Museum befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Ravensberger Spinnerei.

Die ab 1855 errichtete Fabrik mit ihren zahlreichen Nebengebäuden, eingebettet in eine historische Parkanlage, zählt heute zu den herausragenden Industriedenkmalen in Nordrhein-Westfalen. Das eindrucksvolle "Fabrikschloss", das dem Historischen Museum gegenüberliegt, verbindet den Stil preußischer Schlösser wie Babelsberg mit der Funktionalität englischer Spinnfabriken. Dieser geschichtsträchtige Ort war in den 1970er Jahren vom Abriss bedroht. Mehrere Bürgerinitiativen kämpften, letztlich erfolgreich, für den Erhalt des Ensembles. 1994 konnte das Historische Museum der Stadt Bielefeld in mehreren denkmalgeschützten Gebäuden, die durch moderne Zwischenbauten verbunden sind, einziehen.

Bielefeld war der Hauptort der Grafschaft Ravensberg. Nach dem Aussterben der Herzöge von Kleve 1609 fiel sie an Brandenburg-Preußen. Die Herstellung von Leinen und der Leinenhandel machten sie zu einer wichtigen Gewerberegion. Die preußischen Herrscher sorgten für eine Qualitätskontrolle des Leinens, um nicht zuletzt den Export zu fördern, und machten Bielefeld zum Hauptumschlagplatz. Im 18. Jahrhundert setzte der Staat eine Verbesserung der Bleichmethoden durch, um die internationale Konkurrenzfähigkeit zu erhalten. Seit den 1830er Jahren drängte er auf die überfällige Industrialisierung des Leinengewerbes. Das Historische Museum zeigt in seiner ständigen Ausstellung Originalobjekte aus der Geschichte des Leinengewerbes wie den eindrucksvollen Tisch der Leinwandschau (Legge). Außerdem werden die Garnison, die Landstände, Kirche und Verwaltung sowie die Auswirkungen des Siebenjährigen Kriegs auf die Stadt thematisiert.

Petschaft des Handels- und Schaugerichts Bielefeld, 1767
Landwehrhelm, 1842

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Landesarchiv Niedersachsen

Niedersächsisches Landesarchiv Bückeburg

Der Standort Bückeburg des Niedersächsischen Landesarchivs ist seit dem 1. Februar 1978 für die niedersächsischen Landesbehörden im Landkreis Schaumburg zuständig. Zudem können Sie hier Einsicht in die "Fürstlich Schaumburg-Lippische Hofbibliothek" nehmen.

 

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Kreismuseum Wewelsburg

Kreismuseum Wewelsburg

Das Kreismuseum Wewelsburg ist das Museum des Kreises Paderborn in der Wewelsburg.

Es wurde 1925 als Heimatmuseum des damaligen Kreises Büren eröffnet. Zwischen 1934 und 1945 befand sich die Wewelsburg im Besitz der SS, die hier ein Versammlungszentrum für Ihre obersten Offiziere errichten wollte. Nach dem Zweiten Weltkrieg als Kreismuseum wiederhergestellt, umfasst es heute das „Historische Museum des Hochstifts Paderborn“ (Geschichte des Paderborner Landes bis zur erstmaligen Eingliederung des früheren Fürstbistums Paderborn in das Königreich Preußen 1802/03) sowie die „Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945“ mit der Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“.

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LWL-Museum auf Schloss Cappenberg

Schloss Cappenberg

Voraussichtlich 2019 wird die neue Ausstellung „Zum Besuch beim Freiherrn vom Stein“ eröffnet: in Räumlichkeiten, die Stein bewohnte und die mit Bildern der Erinnerung an sein bewegtes Leben geschmückt sind.

Es ist ein Tag im Frühherbst 1828, der Besucher will Seine Exzellenz, den Herrn Baron aufsuchen und wird von seinem Butler geführt – und begegnet schließlich dem Herrn Landtagsmarschall auch persönlich …

Und wie nebenbei erfährt er einiges über den pensionierten Staatsminister und sein bewegtes Leben, und auch zur Geschichte Cappenbergs selbst.
 

Die Ausstellung wird bestückt mit Leihgaben aus der Familie von Steins Nachkommen, aus der großen landesgeschichtlichen Sammlung des Landesmuseum Münster sowie aus dem 1980 dorthin geschenkten Porträtarchiv Diepenbroick (vgl. hier).

P. J. Lützenkirchen: Carl Freiherr vom Stein als Staatsminister a.D., Schabkunstblatt 1814
J. C. Rincklake: Gebhard Leberecht von Blücher als Husarengeneral, um 1804-1806

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LWL – Freilichtmuseum Detmold

LWL – Freilichtmuseum Detmold

500 Jahre westfälische Alltagskultur. Das LWL-Freilichtmuseum Detmold am Fuße des Teutoburger Waldes ist das größte Freilichtmuseum Deutschlands. Es zeigt auf über 90 Hektar etwa 120 historische Gebäude aus allen Sozialschichten und Regionen Westfalens.

Sie begegnen vollständig eingerichteten Baugruppen, umgeben von historischen Nutzflächen wie Gärten, Wiesen, Weiden und Äckern. Diese zeigen beispielhaft die landschaftlichen, zeitlichen, sozialen und bauhistorischen Unterschiede unserer Region. Baugruppen aller westfälischen Teillandschaften wurden und werden noch erstellt.
Angesichts des Verschwindens insbesondere landwirtschaftlicher Bauten, die das Gesicht der westfälischen Landschaften über mehrere Jahrhunderte geprägt hatten, fasste das Westfalenparlament des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am 22. Juli 1960 den Beschluss, in Detmold ein Freilichtmuseum aufzubauen. Die Wahl fiel auf das Tiergartengelände der ehemaligen Fürsten zur Lippe. 1966 begannen die Bauarbeiten. Am 7. Juli 1971 wurde das Freilichtmuseum eröffnet. Die ersten Gebäude waren der Osnabrücker Hof, der Mindener Hof mit Haupt- und fünf Nebengebäuden, das Doppelheuerhaus, der Tecklenburger Kotten und der Münsterländer Gräftenhof. 

Volkskundliche Sammlung von Sachzeugnissen zur Alltags- und Festkultur sowie zur Kultur- und Sozialgeschichte aller Bevölkerungsgruppen der westfälischen Teilregionen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. 

Dazu gehören auch die entsprechenden Bestände der preußischen Provinz Westfalen im 19. Jahrhundert ( z.B. Bestände aus Minden, Schulbau aus Thöningsen u. weitere Bauten, Dokumente zur Nutzpflanzen- und Tierzucht); 

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Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe

Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe

Die Abteilung Ostwestfalen-Lippe ist zentrale Anlaufstelle für die historische Forschung in der Region Ostwestfalen-Lippe und für die Genealogie in ganz Westfalen.

Ihre Wurzeln hat sie im ehemaligen Lippischen Landesarchiv, das seit dem Mittelalter existierte. Im Jahr 1947 wurde das bis dahin selbständige Land Lippe in das Bundesland Nordrhein-Westfalen eingegliedert. Damit verbunden war die Bildung des Regierungsbezirks Detmold, der aus dem Zusammenschluss Lippes mit dem ehemaligen preußischen Regierungsbezirk Minden resultierte. Zunächst war das Archiv für die neue Regierung zuständig, doch seine Kompetenzen wurden 1955 auf alle Landesbehörden im Regierungsbezirk ausgedehnt. 1957 wurde es – neben Düsseldorf und Münster – drittes Staatsarchiv in Nordrhein-Westfalen.

Das Staatsarchiv konnte 1963 in einen neu errichteten Zweckbau umziehen und die Archivbestände sachgerecht lagern. In das Haus übernommen wurden die bis dahin im Staatsarchiv Münster lagernden Akten staatlicher Behörden aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Minden ab 1816. Aus dem Detmolder Haus wurde 1964 ein Doppelarchiv: Durch Angliederung des neu eingerichteten Personenstandsarchivs Westfalen-Lippe erhielt das Staatsarchiv eine bedeutsame Erweiterung. Seither ist Detmold auch ein gefragter Anlaufpunkt für Familienforscherinnen und -forscher.

Zeitlich umfassen die Bestände annähernd 800 Jahre ostwestfälisch-lippischer Geschichte und reichen vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Sie gliedern sich in vier Hauptgruppen:

Land Lippe

Das frühere lippische Landesarchiv bildet den Kernbestand der heutigen Abteilung Ostwestfalen-Lippe. Von der untersten Ebene bis zur Ministerialsphäre und der Justiz ist das Verwaltungshandeln eines deutschen Kleinstaates seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert nahezu vollständig dokumentiert. Aus der Überlieferung der in der Reformationszeit aufgelösten Klöster in Lippe stammt die älteste Urkunde aus dem Jahr 1207. Dazu kommen das lippische Landtagsarchiv, die Akten der Hofbehörden und die des Reichsstatthalters für Lippe und Schaumburg-Lippe, das Archiv des westfälischen Grafenkollegiums und die Reichskammergerichtsakten. Mit den Akten der NSDAP-Kreisleitungen Lemgo, Detmold und Lippe besitzt das LAV eine umfassende Überlieferung aus der sonst schlecht dokumentierten Mittelinstanz zwischen Gau- und Ortsgruppenleitung.

Regierung Minden und Detmold

Zum Bestand Minden gehören die Akten der preußischen Regierung Minden sowie sämtlicher innerhalb dieses Bezirks gelegenen Verwaltungs- und Justizbehörden. Die Überlieferung setzt 1816 ein und endet 1947. Dazu gehören zum Teil auch Akten der Kreis-, Amts- und Gemeindeverwaltungen. Die Unterlagen von staatlichen Behörden und Einrichtungen, die nach 1947 weiter existierten oder neu eingerichtet wurden, bilden die jüngste Bestandsgruppe „Regierungsbezirk Detmold“. Nicht zu vergessen sind die Polizeibehörden, die Justiz sowie die Gesundheits- und Sozialverwaltung. Hinzu kommen Akten von Bundesbehörden wie der Finanz- und Arbeitsverwaltung. Karten und Pläne ergänzen diese Überlieferungen. Durch Behördenablieferungen werden diese Bestände regelmäßig erweitert.

Sammlungen

Zur Ergänzung des Archivguts staatlicher Herkunft pflegt die Abteilung Ostwestfalen-Lippe seine Sammlungen. Dazu gehören die Nachlässe wichtiger Persönlichkeiten, Bilder von Personen, Gebäuden und Ereignissen, Plakate und Flugschriften. Übernommen werden auch Vereins- und Firmenarchive, die für die Region bedeutsam sind. Auch die privaten Adelsarchive in Lippe befinden sich als Deposita in der Abteilung Ostwestfalen-Lippe.

Personenstandsarchiv

Das Personenstandsarchiv verwaltet die personenstandsrechtlichen Überlieferungen aus ganz Westfalen und Lippe, d.h. aus den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster. Dazu gehören im Wesentlichen Kirchenbuchduplikate für die Zeit von 1779 bis 1875, französisch-rechtliche Zivilstandsregister von 1808-1814, Juden- und Dissidentenregister von 1808-1876 sowie die standesamtlichen Nebenregister (Zweitbücher) für die Jahre seit 1874/76.

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Stiftung Ruhr Museum

Stiftung Ruhr Museum

Das Ruhr Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche auf dem Welterbe Zollverein ist das Regionalmuseum des Ruhrgebiets. In seiner Dauerausstellung erzählt es mit 6.000 Exponaten die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Reviers, eines der größten Ballungsräume Europas. 

Es berichtet von der Entstehung der Kohle vor 300 Millionen Jahren bis zum heutigen Strukturwandel zur Metropole Ruhr. Der Museumsparcours folgt dabei dem ehemaligen Weg der Kohle über drei Ebenen. Er beginnt mit den Mythen, Phänomen und Strukturen der Gegenwart, gefolgt vom vorindustriellen Gedächtnis und endet nach der Geschichte des dramatischen Industrialisierungsprozesses wieder in der Gegenwart der Metropole Ruhr.

Das Ruhr Museum verfügt über umfangreiche Sammlungen zur Geologie, Archäologie, Geschichte und Fotografie, die im Wesentlichen auf den Sammlungen des ehemaligen Ruhrlandmuseums der Stadt Essen beruhen. Sie werden insbesondere mit regionalem Bezug ständig vermehrt und thematisch erweitert. Neben der Dauerausstellung zur Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebietes zeigt das Ruhr Museum regelmäßig Sonderausstellungen, auch zu Themen, die sich nicht auf das Ruhrgebiet beziehen. Teil der Dauerausstellung ist zum einen ein Raum „Preußen“. An zwei der bedeutenden Städten des Ruhrgebiets werden die Kontinuitäten aus dieser Zeit vorgestellt: Wesel und Hamm. Beide Kommunen stützen ihre Traditionen auf die preußische Herrschaft. Wesel war die Festungsstadt im Westen, Hamm die Verwaltungsresidenz. Zum zweiten kommt an vielen Stellen im Bereich „Geschichte“ das Thema Preußen zum Tragen.

Märklin-Spielzeugschiff >> Kaiser Wilhelm II.<<, um 1905
Büste Otto Graf Bismarcks aus dem ehemaligen Jungengymnasium [Essen-] Kettwig, 1880er Jahre
Funde vom Schlachtfeld in Vellinghausen (1761), Welver

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Gustav-Lübcke-Museum

Gustav-Lübcke-Museum

Das Gustav-Lübcke-Museum geht auf zwei historische Initiativen zurück: zum einen auf den 1886 gegründeten Museumsverein, zum anderen auf die 1917 erfolgte Stiftung von Gustav Lübcke. 1993 konnten die Sammlungen in einem neuen, architektonisch ansprechenden Gebäude in Bahnhofsnähe untergebracht werden.

Das Museum ist ein Fünf-Sparten-Haus: Stadtgeschichte, Kunsthandwerk, moderne Kunst, Vor- und Frühgeschichte sowie Ägyptische Kunst. Zum Bereich der Stadt- und Regionalgeschichte gehören zahlreiche historische Objekte, die für die preußische Geschichte aussagekräftig sind.

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Museumsschule Hiddenhausen e. V.

Museumsschule Hiddenhausen e. V.

Das Konzept der Museumsschule, als preußische Dorfschule - 2001 eröffnet und von einem Verein betrieben - richtet sich an Schulklassen und an Erwachsenengruppen.

Die Führungen werden von Lehrkräften ehrenamtlich durchgeführt. Sie enthalten neben den erklärenden Informationen und der Besichtigung der Räume vor allem eine lebendige Unterrichtstunde im Stil des 19. Jahrhunderts.

Die Museumsschule versteht sich nicht als museale Sammlung, sondern soll Kopf, Herz und Hand der BesucherInnen ansprechen, indem sie sie aktiv einbindet in die Lektionen aus der damaligen Zeit. Beim Schreiben auf Schiefertafeln und Rechnen mit Hilfe einer alten Rechenmaschine können sich alle in die Zeit der Jahrhundertwende versetzen.

Weiteres didaktisches und methodisches Material soll LehrerInnen und SchülerInnen bei der Vertiefung des Unterrichtsinhaltes helfen. So können auf anschauliche Weise Einstiege in die historische Zeitleiste vermittelt und Erkenntnisse durch den Vergleich mit der heutigen Situation gewonnen werden.

Die Museumsschule ist eine preuß. Dorfschule, erbaut 1848. Es gibt keine besonderen Sammlungsvitrinen; die Einrichtung der Schule, die Führung und der hist. Unterricht beziehen sich auf erhaltene Schriftstücke der früheren Schulmeister und preuß. Schulreglements.

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Stadtmuseum Iserlohn

Stadtmuseum Iserlohn

Seit seiner Eröffnung 1987 hat sich das Stadtmuseum Iserlohn einen hervorragenden Ruf erworben. Es ist Teil der Tälerroute innerhalb der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH) und gilt als eine der herausragenden Stätten der Industriekultur in Westfalen (WasserEisenLand).

Das Gebäude, in dem sich das Stadtmuseum befindet, wurde um 1720 erbaut und ca. 1819 zum Preußischen Zeughaus umgewandelt. Durch seine Erstürmung im Mai 1849 wurde es zentraler Ort des Revolutionsaufstandes in Iserlohn.

Die Ausstellung des Museums ist konzipiert als Rundgang. Auf 3 Etagen wird die Stadt- und Territorialgeschichte dargestellt, die in großen Teilen das protestantisch-reformierte preußische Verwaltungs-, Wirtschafts- und Militärwesen widerspiegelt.

Beim Wettbewerb „Europäisches Museum des Jahres“ wurde das Stadtmuseum bereits 1989 für die Umsetzung dieses Konzepts ausgezeichnet.

Erzgewinnung und Wasserkraft begünstigten den vorindustriellen Erfolg Iserlohns. Drahtherstellung und -verarbeitung, Messing- und Bronzeverarbeitung, die Einführung der Nadelindustrie im Zuge preußischer Wirtschaftspolitik, sowie Seiden- und Tuchhandel prägten das Leben in der Stadt. Iserlohner Kaufleute vertrieben ihre Produkte bis nach China.

Besonders bekannt sind die Iserlohner Tabaksdosen. Friedrich II. erteilte dem Kupferstecher J.H. Giese 1755 ein Monopol zur Herstellung von Tabaksdosen im Messing-Walzverfahren. Zunächst verziert mit bibl., Jagd- oder Gesellschaftsszenen sowie Stadtansichten, überwiegen während des 7-jährigen Krieges Szenen zum Ruhm Preußens. Vom 17. bis 19. Jahrhundert spiegelt die Geschichte der Stadt und ihrer Industrie die (nur zwischen 1806 und 1813 unterbrochene) Zugehörigkeit zu Preußen.

Der Sammlungsschwerpunkt des Stadtmuseums Iserlohn liegt auf der Wirtschafts- und Industriegeschichte von Stadt und Region sowie auf Exponaten, die Rückschlüsse auf die Sozialgeschichte ermöglichen.

Tabaksdose Friedrich der Große im Medaillon J. H. Giese, ca. 1755-1760
Tabaksdose Sieg bei Roßbach und Merseburg (5. November 1757) l.: Friedrich der Große, r.: Prinz Friedrich Heinrich Ludwig von Preußen
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Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur

Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur

Mittelalterliches Frauenkloster, Augustiner-Chorherrenstift, barocke Blütezeit, Preußische Staatsdomäne, Gutshof, Museum – die Geschichte des Kloster Dalheim ist ebenso bewegt wie vielfältig. Seit 2007 beherbergt es die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.

Das 7,5 Hektar große Klostergelände gibt einen repräsentativen Eindruck von der Größe und Geschlossenheit einer vollständigen Klosteranlage. Am westlichen Rand des Eggegebirges in einem Seitental der Altenau gelegen, ist es von einer Naturlandschaft mit Feldern und ausgedehnten Waldgebieten umgeben. Das Museum lädt dazu ein, die Welt der europäischen Klosterkultur zu entdecken.

In der Dauerausstellung machen elf Räume rund um die historische Klausur erfahrbar, wie in einem mittelalterlichen Kloster gelebt, gebetet und gearbeitet wurde. Mithilfe von modernen Inszenierungen spürt die Schau der Faszination und dem Alltag klösterlichen Lebens nach. Präsentiert werden rund zweihundert Exponate aus zehn Jahrhunderten: vom Geschirr aus Grabungen über liturgisches Gerät und kostbare Messgewänder bis hin zu Altären und Tafelgemälden, Skulpturen, Bauplastik und historischen Schriften. Die Räume zur Säkularisation zeigen, wie das Kloster durch die Preußen aufgelöst und zum landwirtschaftlichen Betrieb umfunktioniert wurde. Lagepläne, alte Maschinen und bauliche Veränderungen sind noch heute gut erhalten und geben Einblicke in die preußische Nutzung des Geländes.

Kolorierte Federzeichnung auf Papier, 1830 – 1845, 67 x 196 cm

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Museen der Stadt Lüdenscheid / Geschichtsmuseum

Museen der Stadt Lüdenscheid / Geschichtsmuseum

Ständig wechselnde Ausstellungen zur Geschichte Preußens im südlichen Westfalen, zur Stadt- und Regionalgeschichte, zur Kulturgeschichte, zur Bildenden Kunst sowie Veranstaltungen und gesellschaftliche Events haben die Museen der Stadt seit der Eröffnung 1988 zu einem historisch-kulturellen Zentrum in Südwestfalen werden lassen.

Spezialsammlungen vermitteln dem Besucher einen umfassenden Eindruck der kulturellen und industriellen Entwicklung der Stadt Lüdenscheid und deren Umland. Herausragende Objekte zur Industrie- und Technikgeschichte sind ein restaurierter Eisenbahnzug, ein Dampfstromerzeuger, Luftschiffmodelle und Geräte des organisierten Brandschutzes.

Lüdenscheid galt im 19. Jahrhundert als Knopfstadt. Eine eindrucksvolle Knopfsammlung informiert über die Geschichte des Modeknopfes von der Bronzezeit bis in die Gegenwart.

Eine bedeutende Sammlung historischer Landkarten, vornehmlich aus der Grafschaft Mark, befindet sich ebenfalls im Besitz des Museums.

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Ostpreußisches Landesmuseum

Ostpreußisches Landesmuseum

Das Ostpreußische Landesmuseum sammelt und forscht über Geschichte, Kultur und Landschaft der früheren Provinz Ostpreußen, die heute zu Polen, Russland und Litauen gehört. Es präsentiert familienfreundlich und abwechslungsreich die gesamte Landes- und Kulturgeschichte.

Dabei nehmen sowohl das Alltagsleben der Bevölkerung (Fischerei, Landwirtschaft, Trakehner Pferd) und die Kunst (Malerei, Keramik- und Bernsteinverarbeitung), als auch die Wissenschaft (Kant, Kopernikus, Herder) einen breiten Raum ein. Ein starker Akzent liegt auf der Vermittlung durch die Museumspädagogik, die Erwachsenen und Kindern einen besonderen Zugang zu den Themen ermöglicht. Derzeit wird es umgebaut und modernisiert. Ab August 2018 zeigt es sich im neuen Gewand, dann auch mit Deutschbaltischer Abteilung.

Das Herzogtum Preußen und spätere Ostpreußen bildet das namensgebende Stammland des Königreiches Preußens. Als einziges Landesmuseum für Ostpreußen ist die Sammlung epochen- und spartenübergreifend strukturiert. Sie umfasst eine bedeutende Sammlung Bildender Kunst (Malerei, Grafik, Plastik), darunter Lovis Corinth, Käthe Kollwitz, die Maler der Künstlerkolonie Nidden und der Königsberger Kunstakademie. Bedeutende Goldschmiedearbeiten des Königsberger Barock, Bernsteinarbeiten des 17. Jh. bis zur Staatlichen Bernsteinmanufaktur des 20. Jh. sowie Cadina Majolika prägen die kunsthandwerkliche Abteilung. Die historische Abteilung reicht vom Mittelalter über die preußische Krönung und den Konflikten Preußens mit Napoleon bis zur Spezialsammlung zu Flucht, Vertreibung und Integration.

Rudolf Eichstaedt: Königin Luise von Preußen und Kaiser Napoleon in Tilsit. Öl auf Leinwand, um 1895
Preußische Schreinmadonna aus dem Hochaltar der Kirche St. Marien zu Elbing, um 1400

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LWL-Industriemuseum

Industriemuseen

Das LWL-Industriemuseum hält an acht historischen Orten die Geschichte des Industriezeitalters wach.

Wir erzählen Ihnen von den Menschen, die einst in den Fabriken und Bergwerken arbeiteten. Und wir füllen die Industriedenkmäler mit neuem Leben: Zu unseren Schauvorführungen, Ausstellungen und Veranstaltungen kommen jedes Jahr mehr als 400.000 Menschen. So ist das Westfälische Landesmuseum für Industriekultur auch ein Forum für die vielfältige Kultur der Region.

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LWL-Preußenmuseum Minden

LWL-Preußenmuseum Minden

Das LWL-Preußenmuseum Minden gehört seit Januar 2016 zur Familie der LWL-Museen. Die Ausstellung ist bis voraussichtlich 2019/2020 geschlossen.

Im Rahmen der 1990 errichteten Stiftung Preußen-Museum NRW war es zuvor neben dem Preußenmuseum in Wesel einer der beiden Standorte, an denen seit Ende der 1990er-Jahre die Geschichte Preußens in Westfalen und im Rheinland dokumentiert und dargestellt wurde. Das Museum befindet sich an einem authentischen Ort preußischer Geschichte, der klassizistischen Defensionskaserne aus dem Jahr 1829. Im Rahmen der Übernahme des Hauses in die Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, erfolgt derzeit die Umstrukturierung der Stiftung und die grundlegende Neukonzeption der Ausstellung. Das Museum wird mit einer zeitgemäßen Neupräsentation und einem veränderten Erscheinungsbild nach Abschluss der Maßnahmen neu eröffnet. Mit der Einrichtung eines modernen Besucherzentrums am Kaiser-Wilhelm-Denkmal und dem flankierenden Projekt Netzwerk „Preußen in Westfalen“ wird parallel die Preußen-Thematik stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt und dem LWL-Preußenmuseum Minden künftig ein erweiterter Wirkungsbereich ermöglicht.

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Mindener Museum

Mindener Museum

Das Mindener Museum liegt zentral in der malerischen „Oberen Altstadt“ Mindens. Sechs Häuser aus dem 16. Jh. im Stil der Weserrenaissance bilden den Rahmen für eines der traditionsreichsten westfälischen Museen.

Die denkmalgeschützte Museumszeile wurde 2012 saniert. Sie bietet außen und innen zahlreiche Überraschungen: Stuckornamente, Steinreliefs, Kamine oder ein Hebewerk aus dem 16. Jh., originale Bausubstanz und zahlreiche Spuren ehemaliger Bewohnerinnen und Bewohner machen die Museumszeile zum wichtigsten Exponat der künftigen Dauerausstellung.

Das Museumsteam arbeitet zurzeit an einer neuen stadtgeschichtlichen Dauerausstellung. Erste Kapitel sind aber bereits aufgeschlagen. Einen Einstieg in Mindener Geschichte bieten das interaktive Stadtmodell „Festung Minden im Jahre 1873“ und das „Schaufenster zur Stadtgeschichte“ mit 35 Objekten vom Faustkeil bis zum Handballpokal. Seltene Goldgulden und Stuckornamente werden im „Erker-Kabinett“ präsentiert. In der „Diele 23“ erfährt man Spannendes zur Weserrenaissance und den Sandsteinen der Region. Die Geschichte der Leihbibliothek Körber & Freytag, ihrer Familien und ihrer weit gereisten Möbel stehen im Mittelpunkt des Freytag-Zimmers. Weitere Sequenzen werden schrittweise folgen.

Porträt der Emilie Wilhelmine Auguste von Pogrell, geb. Harten. Ehefrau des Johann Ernst Leopold von Pogrell und Tochter des Mindener Kaufmanns Harten. Die Kaufmannsfamilie ging seit der Mitte des 18. Jahrhunderts umfangreichen Handels und Unternehmenstätigkeiten nach, darunter zwischenzeitlich der Mindener Zuckerfabrik, die von Friedrich II. ein Absatzmonopol erhielt. Maler ist der bekannte Portraitmaler Friedrich Wilhelm Graupenstein, 1854.
Schlüssel der Festung Minden, um 1870. Seit 1813 gibt es Pläne, die 1764 aufgegebene Festung Minden zur Sicherung der preußischen Gebiete wieder zu erneuern. Gegen den Willen der Bevölkerung wird Minden zwischen 1827 und 1850 zu einer der stärksten preußischen Festungen zwischen Rhein und Elbe ausgebaut. Über 60% des Stadtgebietes werden militärisch genutzt. Dieser große Platzbedarf schränkt den privaten und gewerblichen Nutzungsraum stark ein. Die Festung beeinträchtigt auch die Freizügigkeit der Menschen. An den Stadttoren werden Kontrollen durchgeführt und nachts werden Stadttore wie das Weser-Tor mit diesem Schlüssel verschlossen.
„Pickelhaube“, um 1900. Minden bleibt trotz der Entfestigung 1873 Garnisonstadt. Kaisertum und Militär prägen mit ihren Werten und Idealen den Alltag und das gesellschaftliche Leben der Stadt. Symbol der herausragenden Bedeutung des Militärs ist die „Pickelhaube“, der 1843 in Preußen eingeführte Helm mit Spitze.

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Museums-Eisenbahn Minden e.V.

Museums-Eisenbahn Minden e.V.

Die Museums-Eisenbahn Minden (MEM) ist ein 1977 gegründeter eingetragener Verein (e.V.). Er betreibt ehrenamtlich historischen (Dampf-) Zugbetrieb an den Standorten Minden und Preußisch Oldendorf.

In der Weserstadt ist der „Preußische Nebenbahnzug“ das Markenzeichen dieser Museumseisenbahn; er repräsentiert somit die Epoche I der deutschen Eisenbahngeschichte. Am anderen Standort sind Fahrzeuge der Epoche III versammelt, d.h. Baujahre ab den 1920/30er Jahren, die noch Jahrzehnte später ihren Dienst taten. Da Neben- und Kleinbahnbetrieb inszeniert wird, handelt es sich fast ausschließlich um zweiachsige Personenwaggons mit offenen Plattformen und entsprechende Lokomotiven.

Der „Mindener Preußenzug“ ist in seiner Gesamtheit einzigartig in der Bundesrepublik Deutschland. Die Dampflokomotiven sind zwischen 1908 und 1912 gebaut worden und entsprechend in den preußischen Länderbahnfarben dunkelgrün/dunkelrot mit Zierlinien lackiert. Die Wagen erscheinen den Klassen gemäß grün (2. Kl.), braun (3.) oder grau (4.). Sie wurden nach Originalzeichnungen aufwendig restauriert, was MEM die Anerkennung von Fachleuten aus dem Bereich des Denkmalschutzes einbrachte. MEM hat drei Tenderloks im Bestand, zehn Sitz- und Packwagen, dazu einige Güterwagen für den Fahrrad- und Kohletransport.

Blick in einen preußischen Personenwagen

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LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte

LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte

Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte ist eine wissenschaftliche Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Es betreibt moderne Regionalgeschichtsforschung mit dem Schwerpunkt auf der Neueren Geschichte und Zeitgeschichte.

Mit seiner Ausrichtung ist das Institut eine Besonderheit: Es ist die einzige Einrichtung, die sich in kommunaler Trägerschaft der Erforschung des 19., 20. und 21. Jahrhunderts widmet. Neben der eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit fördert das Institut externe Arbeiten und bietet Historikerinnen und Historikern sowie der interessierten Öffentlichkeit Publikationen, Veranstaltungen und Serviceleistungen an.

Für die interessierte Öffentlichkeit bietet das Institut mehrere Möglichkeiten, sich über Preußen zu informieren.

Erstens präsentieren wir in unserem Internet-Portal „Westfälische Geschichte“ (www.westfaelische-geschichte.lwl.org) Artikel, Bilder, Karten und Bücher zur preußischen Geschichte (weitere Informationen unter „Recherche-Datenbanken“).
Zweitens veröffentlicht das Institut zahlreiche Bücher zu Preußen, die im Buchhandel und in der Bibliothek erhältlich sind (siehe auch unter: Publikationen zum Thema Preußen).
Und drittens bieten wir eine Institutsbibliothek mit über 60.000 Bänden Fachliteratur über die Region Westfalen und über die deutsche und europäische Sozial-, Kultur- und politische Geschichte. Da der Bestand sich überwiegend auf das 19. und 20. Jahrhundert bezieht, thematisiert er zum großen Teil die Geschichte der preußischen Provinz und des preußisch-deutschen Reiches, mit einem Schwerpunkt in der NS-Zeit. Spezialliteratur über Staat und Gesellschaft Preußens im engeren Sinne ist im geringen Umfang vorhanden.
Der Bestand der Bibliothek ist über das Internet recherchierbar.
 

Zahlreiche Publikationen des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte befassen sich mit Preußen.
Das Internet-Portal „Westfälische Geschichte“ hält zahlreiche Informationen unter anderem über Freiherr vom Stein und sein Wirken als preußischer Staatsreformer bereit.

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Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen

Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen

Die Geschichte der Abteilung Westfalen des Landesarchivs NRW beginnt 1829 mit der Gründung als „Königliches Provinzialarchiv“ für die neue preußische Provinz Westfalen. Hier wurden Archivalien der aufgelösten alten Territorien und der säkularisierten Klöster zusammengeführt, um sie vor Verlust zu retten.

Die 1815 eingesetzte preußische Verwaltung erwies sich als langlebig: Nach einigen Jahrzehnten wurden auch deren Altakten im inzwischen „Staatsarchiv Münster“ genannten Haus archiviert.

Im Jahre 1889 zog das Archiv vom Domplatz an den Stadtrand am Bohlweg in einen spektakulären Neubau: Erstmals wurde in Preußen die Trennung von Verwaltungsbau und Magazin in zwei nur durch ein Treppenhaus verbundenen Gebäudeteilen realisiert, ein gewaltiger Fortschritt in einer Zeit, in der die Feuergefahr noch stets gegenwärtig war. Wie andere preußische Behördenbauten dieser Zeit war das neue Archiv repräsentativ, ein echter „Hingucker“ im Neo-Renaissance-Stil.

 

Altes Reich bis 1802/03:

Urkunden, Akten und Karten aus den preußischen Territorien Grafschaft Mark mit Lippstadt und Soest, Fürstentum Minden, Grafschaft Ravensberg, Stadt Herford, Grafschaften Tecklenburg und Lingen, jeweils mit der Überlieferung von Klöstern und Stiften

Übergangszeit 1802-1816:

Akten der Erbfürstentümer Münster und Paderborn

Preußische Behörden ab 1816:

Akten, Karten und Pläne aus den Beständen Oberpräsidium Münster, Regierung Münster, Regierung Arnsberg, Bestände der Kreise bis 1945, Polizei, Kataster bis 1945, Bauverwaltung, Provinzialschulkollegium, staatliche Schulen, Verkehr, Forsten, Bergbau, Wasserwirtschaft, Agrarordnung, Post, Bahn

Vereinsarchive:

Archiv des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster e. V. (Depositum)

Kessel zum Branntweinbrennen bei Feuerung mit Steinkohlen, 1815
Entwurf einer neuen Sägemühle in Beckinghausen an der Lippe (bei Lünen), 1819

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LWL-Archäologie für Westfalen

LWL-Archäologie für Westfalen

Vom steinzeitlichen Großsteingrab über mittelalterliche Burgen bis zum verschollenen Jagdbomber aus dem zweiten Weltkrieg: Westfalen ist reich an Relikten der Vergangenheit. Damit die Spuren unserer Geschichte überhaupt erst sichtbar und für die nachfolgenden Generationen erhalten werden können, braucht es die Archäologie.

Entdecken, Ausgraben, Forschen, Dokumentieren, Schützen und Erhalten sowie die Vermittlung der neuesten Erkenntnisse in Publikationen, in den archäologischen Museen des LWL in Herne, Haltern und Paderborn sowie bei verschiedensten Veranstaltungen: das sind die vielfältigen Aufgaben die LWL-Archäologie in Westfalen.

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Stadtmuseum Münster

Stadtmuseum Münster

Auf 2500 qm werden in 33 Kabinetten über 1200 Jahre Stadtgeschichte präsentiert. Die Sammlung ist chronologisch geordnet von den Anfängen Mimigernafords um 793/794 über das Ende des Fürstbistums Münster zu Beginn des 19. Jahrhunderts und die Angliederung an Preußen bis zur Gegenwart.

Zahlreiche Stadt- und Architekturmodelle veranschaulichen, dass Münsters Geschichte sich immer auch in der topografischen Entwicklung niedergeschlagen hat – ob sich Kaufleute und Handwerker am Prinzipalmarkt ansiedelten oder später die ersten Industriebetriebe am Hafen entstanden. Jedes Kabinett widmet sich einem Thema, ob einem speziellen Ereignis wie der Täuferherrschaft, einer Epoche wie der Preußen-Ära oder einem kulturgeschichtlichen Aspekt wie dem Send in Münster.

2. Obergeschoss:

Von 1767 bis 1787 wurde das fürstbischöfliche Residenzschloss errichtet.
1802 besetzten die Preußen das Land; 1803 verlor es durch die Säkularisierung seine Souveränität. Münster wurde 1815 endgültig preußisch. Mit der Gründung der preußischen Provinz Westfalen (1816) wurde Münster Sitz zahlreicher Verwaltungs-, Justiz- und Militärbehörden. Als Provinzialhauptstadt und zugleich Sitz des Generalkommandos des VII. Armeekorps war Münster ein wichtiger Garnisonsstandort. 1903 verlieh Kaiser Wilhelm II. der wieder eingerichteten Universität seinen Namen. Von 1870 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges wuchs Münster zur Großstadt heran; die Zuwanderung machte 1875 und 1903 Eingemeindungen nötig. Es entstand eine moderne Infrastruktur mit zentraler Wasserversorgung und Kanalisation, mit Gas- und Elektrizitätswerk, Straßenbahn und Wasserschifffahrt über den Dortmund-Ems-Kanal.

Aufmarsch der Römer (Detail), Rollbild zur Verkleidung des Schießstandes Schönhagen-Genert, Kabinett 26, Stadtmuseum Münster
Kaiserbesuch in Münster, 1907, Postkarte, Stadtmuseum Münster
Münster, der Schreibtisch Westfalens, Blick in Kabinett 25, Stadtmuseum Münster

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Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster e.V.

Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster e.V.

Der Verein ist einer der ältesten Geschichtsvereine Deutschlands und bis heute sehr aktiv. Gegründet wurde er 1825 auf Mit-Initiative des preußischen Oberpräsidenten Vincke als eine von vielen Maßnahmen, um die historisch so unterschiedlichen ehemals überwiegend selbständigen Länder in der neuen Provinz Westfalen zu integrieren.

Heute unterstützt der Verein Forschungen zur westfälischen Geschichte und vermittelt Forschungsergebnisse an ein breites Publikum. Er bietet eine Vortragsreihe, Fahrten und Führungen an, veranstaltet einmal im Jahr den „Tag der Westfälischen Geschichte“, gibt die beiden Zeitschriften „Westfalen“ und „Westfälische Zeitschrift“ heraus und veröffentlicht Schülerarbeiten zur westfälischen Geschichte im Internet. Ein großes Projekt ist die Mit-Herausgabe der Tagebücher des ersten Oberpräsidenten der preußischen Provinz Westfalen, Ludwig Freiherr Vincke.

Das Archiv des Vereins liegt als Bestand „Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster e.V. (Depositum)“ im Landesarchiv NRW Abt. Westfalen am Bohlweg 2, 48147 Münster

Die Bibliothek des Vereins steht im LWL Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, 48143 Münster. Dort liegen auch die musealen Sammlungen des Vereins, die er 1908 in das damals neu gegründete Landesmuseum in Münster eingebracht hat. Der Verein sammelte im 19. Jahrhundert Handschriften, Münzen, Karten und museale Gegenstände vorwiegend aus der Zeit vor der Gründung der Provinz Westfalen 1815, um sie vor Verlust zu retten mit dem Ziel, ein Provinzialmuseum zu gründen.

Stammbuch für T. Kessel, 1811
Mittelniederländisches Stundenbuch, 15. Jh.
Oberpräsident Ludwig Freiherr Vincke, 1774-1844

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Westfälischer Heimatbund

Westfälischer Heimatbund

Der Westfälische Heimatbund e.V. (WHB) nimmt als Dienstleister für etwa 550 Heimatvereine und rund 700 ehrenamtliche Kreis-, Stadt- und Ortsheimatpfleger in Westfalen Aufgaben der regionalen Heimat- und Kulturpflege wahr. Sein Sitz ist in Münster.

Der WHB als Dachverband der ehrenamtlichen Heimatpflege in Westfalen kann als Multiplikator und Netzwerkpartner dazu beitragen, Inhalte und Anliegen des Netzwerks „Preußen in Westfalen“ weiter in die Fläche zu transportieren und Kontakte zu lokalen wie regionalen Bezugspunkten und Projekten der Heimatvereine herzustellen.

Er vertritt einen Personenkreis von ca. 130.000 heimatverbundenen Menschen in Westfalen. 1915 wurde er für das Gebiet der damaligen Provinz Westfalen gegründet. Heute umfasst sein Tätigkeitsbereich den Landesteil Westfalen im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Auftrag des WHB ist es, aufbauend auf den langen Traditionen landschaftlicher Kulturpflege in Westfalen, die Kultur und Geschichte Westfalens in ihrer Vielfalt zu bewahren, zu erforschen, sichtbar zu machen sowie für Gegenwart und Zukunft zu gestalten.

Der Verband versteht sich als Sprachrohr und Serviceeinrichtung für die Menschen, die sich ehrenamtlich für Kultur, Natur und Heimat in der Region engagieren. Zielsetzung ist es, Bewährtes zu erhalten, Neues zu entwickeln sowie Partizipation und Integration zu ermöglichen.

Die Arbeit des WHB wie auch seiner Mitgliedsvereine ist vielfältig und interdisziplinär. Sie umfasst Themen wie Kulturlandschaftspflege, Umwelt- und Naturschutz, Regional- und Ortsgeschichte, Baukultur und Denkmalpflege, immaterielles Kulturerbe, Niederdeutsche Sprachpflege sowie Volkskunde.

Blick in die Bibliothek in der WHB-Geschäftsstelle (© Anastasia Kapluggin)
Westfalentag 2015 im Theater Münster (©Albermann/WHB)
1. NRW-Heimatkongress: Blick in das Foyer in der Halle Münsterland mit den Ständen der Heimatverbände (© F. Berger/MHKBG 2018)

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Optische Telegrafenstation Oeynhausen

Optische Telegrafenstation Oeynhausen

Station Nr. 32 – Oeynhausen – Königlich-preußische optische Telegrafenlinie Berlin - Koblenz. Die Telegrafenstation Oeynhausen ist die Station Nr. 32 der optischen Telegrafenlinie Berlin – Koblenz, die in den Jahren 1833 bis 1849 Berlin mit den preußischen Rheinlanden nachrichtentechnisch verband.

Die ca. 600 km lange Telegrafenlinie führte von Berlin über Magdeburg, an Braunschweig vorbei nach Höxter, Paderborn, Rüthen, Iserlohn, Köln, von dort über Siegburg nach Koblenz.

Neben den neu errichteten Stationshäusern nutzte man auch bestehende hohe Gebäude wie Schlosstürme und Kirchen.

Charakteristisches Merkmal einer Telegrafenstation war der hohe Mast mit drei weithin sichtbaren Doppelarmen. Mithilfe dieser sog. Indikatoren konnten rein rechnerisch 4096 Zeichen dargestellt werden. Übermittelt wurden Zahlen, Buchstaben, Silben, Wörter und ganze Sätze wie „Warum arbeitet die Linie nicht? oder „Nichts Neues!“

Bei „vorzüglicher“ Luft wurden 1,5 bis 2 Zeichen pro Minute an die nächste Station, die zwischen 7,5 und 15 km entfernt und zumeist auf Bergen lag, übermittelt; bei Nebel oder Regen musste der Betrieb jedoch eingestellt werden. Eine Depesche von 30 Worten gelangte in 1,5 Stunden von Berlin nach Koblenz, eine nachrichtentechnische Meisterleistung, wenn man bedenkt, wie lange ein reitender Bote für diese Strecke benötigte.

Nach nur 16 Jahren wurde der Betrieb der optischen Telegrafie eingestellt, weil die elektromagnetische Telegrafie erfunden war. Die Telegrafenhäuser wurden verkauft oder abgerissen.

Die Station Nr. 32 Oeynhausen wurde im Jahr 1850 auf dem Rathaus zu Nieheim "auf Abbruch" verkauft. Im Jahre 1978 legten Mitglieder des Heimatvereins Oeynhausen die Grundmauern der Station frei. Mit finanzieller Unterstützung des Westfälischen Amtes für Denkmalpflege in Münster begann der Wiederaufbau der Station, der 1984 beendet war.

Das wieder aufgebaute „Telegraphen-Etablissement“ Nr. 32 zeigt u. a. das Stationszimmer der preußischen Telegrafisten mit dem Stellapparat für die Indikatoren und die mit dem Preußenmuseum in Minden rekonstruierten historischen Uniformen.

Im unteren Turmzimmer befindet sich eine Ausstellung zur opt. Telegrafie und zur Geschichte Preußens in Westfalen (wird z. Z. überarbeitet).

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Residenzmuseum Schloß Neuhaus

Residenzmuseum Schloß Neuhaus

Das neue Residenzmuseum in Schloß Neuhaus hat im August 2017 seine Pforten geöffnet. Die Besucher dürfen sich auf eine aussagekräftige Ausstellung zur Baugeschichte im einstigen Remter des Schlosses freuen.

In der „belle Etage“ sind die von Kurfürst Clemens August neu gestalteten Repräsentationsräume zugänglich. Die preußische Garnisonszeit wird anhand von Gemälden und Einrichtungsgegenständen verdeutlich.

Mit der Säkularisierung des Hochstifts Paderborn verlor das Schloss in Neuhaus seine Funktion als repräsentativer Sitz des Landesherrn. Das Schloss und das gesamte Gelände wurden ab 1820 zu einer Garnison für die 8. Husaren umgebaut mit zahlreichen Neubauten wie Pferdeställe, Reithallen und Mannschaftsunterkünften. In die Fürstenzimmer im Schloss zogen die Offiziere der 8. Husaren und richteten dort ihren Aufenthalts- und Speiseraum ein. Das Offizierskasino im Stil der Neorenaissance war eines der prächtigsten in ganz Preußen. Das Residenzmuseum zeigt die Geschichte des Schlosses und seiner Schlossherren anhand ausgewählter Exponate. Die Räume des ehemaligen Offizierskasinos sind für die Besucher zugänglich. Im Schlossgarten verweisen noch zahlreiche Gebäude auf die Zeit der preußischen Garnison.

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Stadtmuseum Paderborn

Stadtmuseum Paderborn

Stadtmuseum Paderborn. Modern. Neu. Ungewöhnlich. Im Herzen der Stadt, nahe des Paderquellgebietes und des Domes, ist ein attraktives und lebendiges Stadtmuseum entstanden.

Neben zahlreichen Modellen, Medien- und Hörstationen, die ein vergangenes Stadtbild wieder lebendig werden lassen, ist der „Sammlungsspeicher“, der die Vielfalt der kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Paderborn und anderer zeigt, zentraler Ausstellungsraum des Museums. Einzigartig für den Museumsstandort ist der Kreuzgang und das Refektorium des von Bischof Meinwerk gegründeten Abdinghofklosters aus dem Jahr 1015/16. Im „Offenen Foyer“ widmet sich das Stadtmuseum Themen der städtischen Gegenwart und der Zukunft. Hier werden neben Vorträgen, Konzerten und Theateraufführungen aktuelle künstlerische Positionen und Tendenzen in Sonderausstellungen gezeigt. Kulturhistorische Ausstellungen haben hier ebenfalls ihren Platz. Im „Museumslabor“ können Erwachsene, Kinder und Jugendliche zum Forscher der über 1200jährigen Stadtgeschichte werden. Führungen runden das Angebot ab.

Die Stadtgesellschaft und ihre Identität stehen im Mittelpunkt der Ausstellungsangebote des Stadtmuseums. Die Dauerausstellung untersucht die historische Dimension der städtischen Identität, die sich in Bildern, Gebäuden, historischen Sammlungen und Erinnerungen zeigt. Dabei gerät das Museum als Institution des Sammelns in den Blick. Eine Ausstellungseinheit repräsentiert den Regimentsverband der 15er Reiter, eine militärische Erinnerungskultur im Sinne der preußischen bzw. nationalen Identitätsbildung. Die ehemaligen Soldaten des 15er Reiterregiments gründeten den Verband nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung des Kavallerie-Regiments in Neuhaus. Neben dem Gedenken an die verstorbenen Soldaten war es eine aktive Traditionspflege, die der Verband durch den Aufbau der Sammlung beabsichtigte. Gezeigt werden Bierkrüge, Teller, Feldflaschen und Pfeifen, Uniformen, Gedenkfahnen, Postkarten und Fotografien die an Militärzeit der Preußischen Garnison erinnern.

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LWL-Besucherzentrum im Kaiser-Wilhelm-Denkmal

LWL-Besucherzentrum im Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Das LWL-Besucherzentrum in der denkmalgerecht wiedererrichteten Ringterrasse des Kaiser-Wilhelm-Denkmals bietet Besuchern neben Informationen zum Denkmal Einblicke in die wechselvolle Vergangenheit des Wittekindsberges.

Historiker, Archäologen, Naturschützer und Heimatpfleger haben interessante Geschichten zusammengetragen. An sechs Stationen taucht der Besucher intensiv, multimedial und interaktiv in die Geschichte des 88 Meter hohen Monuments und seiner Umgebung ein: von den Römern in Germanien über Preußens Pathos bis zum Elend der Zwangsarbeiter während des Zweiten Weltkrieges in den Stollen direkt unter dem Monument. Blickfang der 270 Quadratmeter großen Präsentation ist die Panoramawand mit 34 Illustrationen zu geschichtlichen und naturkundlichen Ereignissen der Region.

„Kaiserliche Aussichten“ ist eine Bilderwand mit rund 40 Erinnerungsfotos von Besuchern aus verschiedenen Jahrzehnten. Die Station „Rondell“ widmet sich dem Denkmal aus den Perspektiven Kaiser (Wilhelm I. und II.), Denkmal und Publikum. Die „Panoramawand“ zeigt 34 Einzelszenen der Porta als Geschichts- und Kulturlandschaft. Die Medienstation „Geomodell“ ist eine interaktive Übersichtskarte, die sich mit Geologie, Natur, Wirtschaft, Naturraum, Verkehr und Siedlung an der Porta befasst. „Denkmal heute“ umfasst eine zentrale Medienstele sowie drei Medientische mit 3D-Modellen. Diese zeigen international bedeutende Denkmäler, ihre Konzepte und deren Wahrnehmung auf. An der Kinostation führt ein Kurzfilm in die wechselvolle Geschichte und gesellschaftlichen Deutungen des Denkmals ein.

 

"Kaiserliche Aussichten" Eingangsbereich des LWL-Besucherzentrums (© LWL/Peter Hübbe)
Panoramawand im LWL-Besucherzentrum (© LWL/Peter Hübbe)
Restaurant "Wilhelm 1896" mit Aussichtsterrasse (© LWL/Peter Hübbe)

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Oberschlesisches Landesmuseum Ratingen

Oberschlesisches Landesmuseum Ratingen

Die schlesische Identität ist eng mit der langen preußischen Zugehörigkeit verbunden. Durch Friedrich den Großen gelangte das Herzogtum Schlesien ab 1740 größtenteils zum Königreich Preußen.

Bergwerksseilscheiben aus dem oberschlesischen Steinkohlenbergwerk Knurow, das vom preußischen Staat gegründet wurde, empfangen den Besucher auf dem Museumsgelände und weisen auf die Montanindustrie des Oberschlesischen Industriegebietes. Mit diesem Industriedenkmal zeigt das OSLM zudem die bergbauliche Verbindung zum Ruhrgebiet, wo ebenfalls der Bergbau unter preußischer Regie zur Blüte gelangte. Im Museum selbst stellt die Dauerausstellung Schlesien vom Mittelalter bis in die Gegenwart dar. Viele preußische Produkte belegen den staatlichen Einfluss, so beispielsweise von der durch Friedrichs II. merkantile Gewerbepolitik entstandenen Hüttenproduktion in Malapane oder der Fayenceproduktion in Proskau, der Gewehrproduktion in Neisse oder dem Eisenkunstguss der staatlichen Gleiwitzer Hütte. Die Innovationen durch die Eisenbahn werden im Rahmen eines mehrjährigen Schwerpunktes "175 Jahre schlesische Eisenbahnen" betrachtet.

Das OSLM vermittelt Grundlagenwissen und Details zu einer bedeutsamen preußischen Provinz und seiner Bevölkerung. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Land erneut geteilt. Waren schon 1742 die Herzogtümer Teschen und Troppau beim Königreich Böhmen geblieben, so wurde Oberschlesien nach der Abstimmung von 1921 und durch Weisung der Siegermächte schließlich 1922 teilweise der neuentstandenen Republik Polen zugesprochen. Mit Untergang des Deutschen Reiches 1945 fiel Schlesien noch weitergehend an Polen. Zudem wurden dort nun die preußisch-deutschen Spuren in großem Umfang getilgt. Erst seit 1989 nimmt die Erinnerung an die preußische Epoche der schlesischen Landesgeschichte neue Formen an. Die Spannungen des 20. Jahrhunderts sowie die Wandlungen werden in einer eigenen Abteilung der Dauerausstellung behandelt.

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Siegerlandmuseum im Oberen Schloss

Siegerlandmuseum im Oberen Schloss

Das Siegerlandmuseum befindet sich in dem bedeutendsten Baudenkmal der Region, einer Burganlage, die 1259 das erste Mal urkundlich erwähnt wird.

Der Steinbau, von 1224 an für fast 200 Jahre im Besitz des Erzbischofs von Köln als Miteigentümer von Stadt und Burg, steht neben dem Fachwerktrakt, dem Grafenhaus – einst Wohnsitz der Nassauer. Nach 1623, als das kleine Land unter den Söhnen Johann VII. aufgeteilt wurde, entstand ein 2. landesherrlicher Wohnsitz, das Untere Schloss als Sitz der protestantischen Linie des Hauses Nassau-Siegen. Im Oberen Schloss residierte bis 1743 die katholische Linie des Hauses, dann wurde die Anlage Dienstort für Verwaltungsbeamte, Waisenhaus und schließlich ab 1905 sukzessive Museum,

Das Museum gliedert sich in seinen Dauerausstellungen in fünf Abteilungen. Etwa 2500 Jahre lang bildeten Eisengewinnung und –verarbeitung die Grundlagen der regionalen Wirtschaft. In einem Schaubergwerk ist die Arbeit unter Tage nachgezeichnet. Die königlich-preußische Bergschule (1815-1854) spielt hier eine besondere Rolle. Möbel des 18. und 19. Jahrhundert und eine stadtgeschichtliche Abteilung (www.zeitraum-siegen.de) befinden sich im Dachgeschoss der Anlage. Unweit des Oberen Schlosses wurde 1577 der flämische Barockmaler Rubens geboren. Das Museum präsentiert ihn in großformatigen Gemälden und einer umfangreichen grafischen Sammlung. Die einstigen Grafen von Nassau-Siegen pflegten enge Beziehungen zu den Statthaltern der Niederlande. Neben Wilhelm I. von Oranien, dem „Vater des Vaterlandes“ der vereinigten Provinzen der Niederlande, spielt Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen eine wichtige Rolle in den Sammlungen. Der Großneffe des „Schweigers“ war u.a. niederländischer Kommandant der rechtsrheinischen Festungen und brandenburgischer Statthalter in den Städten Kleve, Mark und Ravensburg.

Tasse mit Porträt Friederike Sophia Wilhelmina von Preußen, Gattin Wilhelm V. von Oranien, Porzellan Marke KPM Unterglasur1780/1800
Jan de Baen. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen um 1670, Öl auf Leinwand
Anonym. Friedrich Wilhelm von Brandenburg gen. „Der große Kurfürst“, Öl auf Leinwand

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Stadtarchiv Versmold

Stadtarchiv Versmold

Vom Stadtarchiv aus wird das Heimatmuseum Versmold inhaltlich im Hinblick auf die dortigen Ausstellungsaktivitäten mitgestaltet. Stadtgeschichte und die Vorbereitung des 300jährigen Stadtrechtsjubiläum im Jahr 2019 sind Schwerpunkte der Aktivitäten. Zu den weiteren Aufgaben zählt die Betreuung und Fortbildung der StadtführerInnen.

Akten-und Sammlungsbestände umfassen zeitlich vor allem das 19. Jahrhundert. Politisch und wirtschaftlich ist der Einfluss der Kaufmannsfamilie Delius ab 1721 wesentlich für die Entwicklung des Ortes. Zeugnisse des vollständig verschwundenen Textilgewerbes gilt eine besondere Aufmerksamkeit. Denkmäler zur nationalen Geschichte sind gut dokumentiert wie generell die preußische Zeit im „langen“ 19. Jahrhundert bis zum Ende des 1. Weltkriegs.

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Westpreußisches Landesmuseum

Westpreußisches Landesmuseum

Das Westpreußische Landesmuseum (WLM) ist die zentrale Einrichtung für die Sammlung, Bewahrung, Erforschung, Präsentation und Vermittlung der Kultur und Geschichte des Landes am Unterlauf der Weichsel, das 1773 durch Friedrich II. den Namen Westpreußen erhielt und seit 1945 zum polnischen Staatsgebiet gehört.

Es wurde 1975 in Münster-Wolbeck gegründet und befindet sich seit 2014 im ehemaligen Franziskanerkloster in Warendorf.

Seine institutionelle Förderung erhält das Museum von der Bundesregierung (Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien). Darüber hinaus wird es vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Warendorf gefördert.

Das WLM sammelt und präsentiert:

Gemälde, Goldschmiedekunst, Grafik, alte Landkarten, Cadiner Majolika, Medaillen, Münzen und Notgeld, Möbel, Modelle von bedeutenden Bauten und Schiffen, Urkunden und andere Exponate zur Landes- und Wirtschaftsgeschichte Westpreußens; Geschichte des Deutschen Ordens, Danzig-Zimmer und Wechsel- und Wanderausstellungen.

Darüber hinaus unterhält das WLM das Westpreußen-Archiv mit über 1.000 Archivalien aus vier Jahrhunderten und ein Fotoarchiv.

Die Westpreußen-Bibliothek ist mit über 19.000 Titeln über den „Verbundkatalog Östliches Europa“ VOE: www.herne.de/voe erreichbar.

Dem Westpreußischen Landesmuseum ist das Kulturreferat für Westpreußen angegliedert.

Seit 1999 betreibt das Westpreußische Landesmuseum in Polen in Zusammenarbeit mit dem Regionalmuseum in Krockow/Krokowa, Kreis Putzig/Puck unweit von Danzig, eine Außenstelle.

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LVR-Niederrheinmuseum Wesel

LVR-Niederrheinmuseum Wesel

Das Museum befindet sich in der Zitadelle der ehemaligen Festung Wesel. Sein früherer Schwerpunkt war, anknüpfend an den historischen Ort, die brandenburgisch-preußische Geschichte Wesels und des Rheinlandes in den Jahren 1609-1947.

Mit der Wiedereröffnung als LVR-Niederrheinmuseum Wesel (18. März 2018) erfährt das thematische Konzept eine Erweiterung, die Beschränkung auf den obengenannten Zeitraum wird aufgehoben. Der regionale Fokus wird stärker auf die Region des Niederrheins und der deutsch-niederländischen Grenzregion liegen.

Porträt Alterspräsident Sethe
Porträt Johann Moritz von Nassau-Siegen
Kronprinz Friedrich mit schwarzem und weißem Adlerorden

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Brandenburg-Preußen Museum

Brandenburg-Preußen Museum

Sehen, Staunen und Erleben. Das Brandenburg-Preußen Museum im Zietendorf Wustrau am Ruppiner See lädt in seinen Ausstellungen zu spannenden Einblicken in die brandenburgisch-preußische Geschichte ein. 

Einzigartige und überraschende Exponate sowie eine Porträtgalerie aller Kurfürsten, Könige und Kaiser der Hohenzollern erzählen die wechselvolle Vergangenheit Brandenburgs und Preußens, der Mark Brandenburg wie auch des historischen Preußens im Baltikum und heutigen Polen vom beginnenden 15. bis in das 20. Jahrhundert.

Jährlich wechselnde Sonderausstellungen ergänzen die Ausstellung. Das Museum hat sich besonders auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vom Vorschulalter bis zum Abiturjahrgang spezialisiert. Jeder vierte Besucher ist unter 18 Jahren. Museum einmal anders und lebendig erleben und dabei spannende Geschichte erfahren – das ist das Brandenburg-Preußen Museum.

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